Spritzgussunternehmen Bekina Indurub investiert in Produktsortiment auf Basis des „Cradle to Cradle“-Prinzips

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Das ostflämische Unternehmen Bekina Indurub produziert bereits seit 45 Jahren Kunststoffprodukte. Nachhaltiges Wirtschaften ist dabei kein leerer Slogan. „Der Erwerb eines C2C-Zertifikats in Bronze ist der Beweis für einen gelungenen Gesamtansatz“, sagt Vanessa Verbeken, Area Sales Manager bei Bekina NV.

„Innerhalb der Bekina-Gruppe war Bekina Indurub der Pionier. Die Erfahrung, die wir hier sammeln, möchten wir später gern auf die Schwesterunternehmen Bekina Boots und Bekina Compounds ausdehnen. Wir wollten die verschiedenen Nachhaltigkeitsfacetten auf objektive Weise von einer externen Partei screenen und akkreditieren lassen.“

Lieferanten überzeugen

Eine der größten Herausforderungen für Bekina Indurub war es, die Lieferanten zur Mitarbeit am „Cradle to Cradle“-Konzept zu bewegen. „Sie mussten sehr viele Informationen, wie beispielsweise die Rohstoffzusammensetzung, mit der Zertifizierungsstelle – also nicht mit uns – teilen. Auch der Verhaltenskodex, wobei der ethisch vertretbare Umgang mit ihren Arbeitnehmern im Mittelpunkt stand, wurde gründlich überprüft“.

Bekina Indurub hat sich bewusst für eine begrenzte Anzahl von Lieferanten entschieden, mit denen das Unternehmen seit Jahren zusammenarbeitet, und die auch einsehen, dass das C2C-Konzept zur Wertschöpfung beiträgt.

Unschädliche Rohstoffe

„Wir haben uns bewusst für Rohstoffe mit einem größeren Mehrwert entschieden, sodass wir sie zu hochwertigen Produkten verarbeiten können.
Nachhaltigkeit und hohe Qualität gehen hier perfekt Hand in Hand.

Alle verwendeten Roh- und Farbstoffe wurden von den Grundkomponenten bis hin zu den Zusatzstoffen überprüft und sind frei von schädlichen Elementen für Mensch und Umwelt. Darauf wird streng geachtet, sowohl von Bekina Indurub selbst als auch von der Organisation, die für das unabhängige Screening sorgt.“

Energiemanagement

Die Verwendung von Solarmodulen durch Bekina Indurub zur Energieerzeugung für die Herstellung der C2C-Produkte entspricht der Nachhaltigkeitsphilosophie von C2C.

Außerdem haben wir einige Energiesparmaßnahmen eingeführt. So wird die Wärme, die während der Herstellung der Kunststoffprodukte freigesetzt wird, zur Heizung der Firmenhalle und des Lagers verwendet.
Ein anderes Beispiel sind die Sensoren für die automatische Beleuchtung in Räumen, die nicht kontinuierlich genutzt werden, wie beispielsweise in den Toiletten, der Verpackungsabteilung, dem Lager usw.

Wasserwirtschaft

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Wasser. Bekina Indurub ist stolz darauf, dass während des Herstellungsverfahrens kein Trinkwasser verwendet und kein Abwasser erzeugt wird. Alles verläuft in einem geschlossenen Kreis. Ein nächster Schritt könnte darin bestehen, dass wir selbst für die Klärung und Wiederverwendung des Sanitärwassers sorgen.

Abfallströme begrenzen

Alle Anspritzungen werden standardmäßig online recycelt, wodurch bei der Produktion im Prinzip keine Abfallströme anfallen.
Nur bei der Inbetriebnahme haben die ersten Produkte oft nicht die gewünschte Qualität. Zu diesem Zweck
läuft gegenwärtig ein Pilotprojekt und überprüfen wir gemeinsam mit einem Partner, ob wir diese Abfälle zwecks Wiederverwendung für neue Anwendungen sortieren können.

BRAVO-Projekt für Mitarbeiter

„Ein letztes Prüfkriterium ist der respektvolle Umgang mit Mitarbeitern, die sogenannte „Soziale Fairness“.
Dies umfasst sowohl die Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz als auch die korrekte Wertschätzung und Vergütung der Mitarbeiter. Wir geben auch Tipps für einen gesunden Lebensstil: Mit Elektrorädern regen wir unsere Mitarbeiter dazu an, sich mehr zu bewegen. Wir organisierten einen Rauchstopp-Kurs und ein Coach veranstaltete eine Schulung über gesunde Ernährung. Und das blieb nicht ohne Wirkung. So sehe ich zum Beispiel, dass Rezepte ausgetauscht werden.“

„Wie die Zukunft für uns aussieht? Wir haben soeben unser Zertifikat mit zusätzlichem Material ergänzt, um eine noch breitere Produktpalette anbieten zu können. Im nächsten Monat beteiligen wir uns an einer Messe, wo unsere C2C-Möglichkeiten ins Rampenlicht gestellt werden. Vorläufig streben wir sowohl eine Erweiterung unseres Sortiments als auch ein Upgrade auf Gold an, aber das wird auch von den Reaktionen unserer Kunden mitbestimmt.

Unsere Anstrengungen blieben nicht unbemerkt. Der flämische Arbeitgeberverband „VOKA“ hat Bekina Indurub (als Business Unit der Bekina NV) auf 5 Basiswerte überprüft: Peace – People – Planet – Prosperity - Partnership. Auf dieser Basis erhielten wir vor Kurzem die VOKA-Charta für nachhaltiges Wirtschaften, die uns bestätigt, dass wir mit unserer Unternehmenspolitik den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Auch im kaufmännischen Bereich werden die ersten Früchte geerntet: Durch unser „Cradle to Cradle“-Zertifikat in Bronze erhielten wir bereits neue Projekte. Es gibt uns also wirklich einen Wettbewerbsvorteil.“

„Wie intern auf diese Anstrengungen reagiert wurde?

Alle stehen dahinter und das ist auch nötig, denn von jedem wird erwartet, dass er seinen Beitrag leistet. Die gesamte Kette, vom Einkauf über die Produktion, von der Qualitätskontrolle bis hin zum Marketing und Verkauf – kurzum alle Mitarbeiter werden an diesem Prozess beteiligt.“

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